Stellen Sie die Frage vor Ihrer Erklärung. Nutzen Sie anschließend das Antwortmuster, um den nächsten Vergleich auszuwählen, zu einer Überarbeitung einzuladen und die Idee in einer veränderten Situation zu prüfen.
Diese Abfolge ist vorsichtiger, als eine einzelne falsche Antwort als Fehlvorstellung zu bezeichnen. Eine ausgewählte Option zeigt eine Entscheidung, nicht den vollständigen Gedankengang hinter der Antwort. Solange eine Idee nicht erklärt wurde und sich nicht in mehreren Fällen zeigt, ist die Bezeichnung bestehende Vorstellung angemessener.
In dieser Unterrichtsstunde bewegt sich ein Ball nach oben, nachdem er die Hand verlassen hat. Benennen Sie die Annahmen deutlich und stellen Sie sicher, dass alle Kraftdiagramme und Distraktoren ihnen konsequent folgen.
[1]Eine Vorhersage ist ein Ausgangspunkt — keine Diagnose
Die Lehrkraft verbindet ein Kraftmodell, das Antwortmuster der Lerngruppe und eine veränderte Anwendungssituation.
Nach dem Loslassen
Luftwiderstand vernachlässigt1 Vorhersagen
Wählen Sie ein Kraftdiagramm und geben Sie eine kurze Begründung.
2 Prüfen
Anonymes AntwortmusterLesen Sie die ausgewählten Optionen neben den tatsächlich gegebenen Begründungen.
Lehrkraft interpretiert3 Vergleichen
Beleg oder ModellWählen Sie anhand der vorliegenden Belege den nächsten Vergleich.
Ausdrückliche Entscheidung der Lehrkraft4 Erneut aufgreifen →5 Transfer
Überarbeiten oder beibehalten
mit Begründung→Veränderte
SituationEine geänderte Antwort zeigt nur die aktuelle Aussage.
Sie beweist keinen dauerhaften Konzeptwandel.
Fragen Sie nach einer Vorhersage und einer Begründung
Beginnen Sie mit einem Bild des fliegenden Balls und drei oder vier Kraftdiagrammen. Platzieren Sie das Bild in Praktikal neben einer geschlossenen Frage und verwenden Sie anschließend ein separates Kurzantwort-Element für die Begründung. Prüfen Sie die Begründung, statt die bepunktete Auswahl als Diagnose zu behandeln.
Lassen Sie Lernende vor der Diskussion einzeln antworten. Die geschlossene Auswahl kann automatisch bepunktet werden, doch die Aufgabe sollte nur gering gewichtet sein. Sie soll den individuellen Ausgangspunkt sichtbar machen und nicht über das Verständnis entscheiden. Eine kurze Begründung macht die Antwort nützlicher, bleibt aber nur ein Teil der Belege.
[1]- Entscheidung der Lehrkraft
- legen Sie im Voraus fest, welche Unterscheidung jeder Distraktor sichtbar machen soll. Deuten Sie die Optionen nicht erst nach dem Blick auf das Diagramm.
Nutzen Sie das Live-Antwortmuster für den nächsten Vergleich
Während einer Live-Unterrichtsstunde mit Praktikal sehen Sie Antworten und Bearbeitungsstand, während die Antworten eingehen. Lesen Sie das Muster und wählen Sie anschließend zwei gegensätzliche Optionen oder Begründungen aus, die die Lerngruppe vergleichen soll. Formulieren Sie schriftliche Begründungen um oder entfernen Sie vor dem Teilen die Namen der Lernenden.
Die Plattform sammelt die Antworten, diagnostiziert sie aber nicht. Zwei Lernende können aus unterschiedlichen Gründen dieselbe Option wählen. Ihre nächste Frage könnte lauten:
- Was bewegt sich?
- Welches Objekt übt die jeweilige Kraft aus?
- Erfordert eine Aufwärtsbewegung weiterhin eine nach oben gerichtete Kraft, nachdem die Hand keinen Kontakt mehr hat?
- Entscheidung der Lehrkraft
- modellieren Sie den Zusammenhang erneut, wenn die Lerngruppe Bewegung und Kraft verwechselt; vergleichen Sie Begründungen, wenn die Diagrammauswahl ähnlich ist, die Erklärungen aber abweichen; fahren Sie nur fort, wenn die Belege dies stützen.
Stellen Sie die erste Erklärung neben einen Beleg oder ein Modell
Zeigen Sie einen Zeitlupenclip, ein Kraftdiagramm oder eine Simulation. Praktikal bietet Inhaltsblöcke für Bilder, Videos oder Einbettungen sowie Simulationen, sodass die Belege in derselben Unterrichtsstunde wie die Vorhersage und die Anschlussfragen stehen können.
Halten Sie am Moment direkt nach dem Loslassen an. Bitten Sie Lernende, die Wechselwirkung hinter jeder Kraft zu benennen, statt das Bild als selbsterklärend zu behandeln. Das Medienformat führt nicht automatisch zu Beteiligung oder Konzeptwandel. Es wird durch den Vergleich nützlich, zu dem Sie die Lernenden auffordern.
[2]- Aktivität der Lernenden
- benennen, welches Merkmal des Belegs oder Modells die ursprüngliche Antwort stützt, infrage stellt oder offenlässt.
Greifen Sie dieselbe Idee erneut auf
Verwenden Sie eine zweite, deutlich gekennzeichnete Kopie der Kraftdiagrammfrage. Bitten Sie Lernende, ihre Antwort zu überarbeiten oder beizubehalten und dies anschließend in einer Kurzantwort zu begründen. Prüfen Sie die Ergebnisse und geben Sie während oder nach der Unterrichtsstunde Feedback.
Eine geänderte Antwort zeigt nur die aktuelle Aussage. Sie beweist weder, dass die Vorstellung ersetzt wurde, noch, dass die neue Vorstellung bestehen bleibt.
Ändern Sie die Situation, nicht die Physik
Schließen Sie mit einer Transferfrage ab: Welche Kräfte wirken auf den Ball am höchsten Punkt seiner Flugbahn? Halten Sie die Modellannahmen konstant, aber ändern Sie den Zeitpunkt, über den die Lernenden nachdenken müssen.
Stellen Sie die Aufgabe live, als Hausaufgabe oder zur selbstständigen Bearbeitung bereit. Prüfen Sie das Ergebnis, geben Sie Feedback und entscheiden Sie, ob als Nächstes ein weiteres Modell, ein Vergleich von Erklärungen oder der Übergang zu einem neuen Kontext mit Kräften folgen soll.
Was diese Unterrichtsstunde zeigen kann und was nicht
Sie kann die ausgewählten Diagramme, eingegrenzten Begründungen, Überarbeitungen und Transferantworten der Lernenden zeigen. Sie kann Ihnen Belege für die nächste didaktische Entscheidung geben. Sie kann weder automatisch eine Fehlvorstellung erkennen noch eine Erklärung deuten, ein Kraftdiagramm bewerten oder dauerhaften Konzeptwandel nachweisen.
Quellenhinweise
Education Endowment Foundation, „Improving Secondary Science“ Evidenzinformierter Leitfaden für den naturwissenschaftlichen Unterricht der Sekundarstufe. Er unterstützt dabei, bestehende Vorstellungen der Lernenden sichtbar zu machen, Modelle gezielt einzusetzen und auf Belege aus Lernstandserhebungen zu reagieren. Er prüft weder diese Unterrichtsabfolge noch Praktikal.
Neito et al., „Predicting situational interest by individual interest and instructional activities in physics lessons“ Beobachtungsstudie mit 179 estnischen Lernenden der unteren Sekundarstufe in einem Physikworkshop. Die Art der Aktivität allein war in den abschließenden Modellen kein signifikanter Prädiktor für situatives Interesse. Die Studie untersucht diese Unterrichtsabfolge nicht.
Feedback der Lehrkraft
Die Hand hat keinen Kontakt mehr. Erklären Sie, warum die Erde weiterhin eine Kraft ausübt, wenn der Ball den höchsten Punkt seiner Flugbahn erreicht.